Utensilien KrankenkommunionKrankenkommunion durch KommunionhelferInnen

In vielen Gemeinden haben Menschen, die wegen Alter oder Krankheit ans Haus gebunden sind, in der Regel höchstens einmal im Monat an einem Werktag Gelegenheit, die Kommunion zu empfangen. Für Menschen, die zuvor jeden Sonntag oder sogar auch an Werktagen die Messe mitgefeiert haben, ist das hart, ganz besonders in ihrer Situation, in der sie noch mehr auf das wahre Brot des Lebens angewiesen sind als sonst. Das muss nicht so sein.

 

Kommunionhelferinnen und Kommunionhelfer können jeder und jedem Schwerkranken, die danach verlangen, jeden Sonntag die Kommunion bringen. Der Kommunionhelferdienst ist ursprünglich in erster Linie zu diesem Zweck eingeführt worden und erst in zweiter Linie für den Fall, dass bei der Messe die Austeilung zu lange dauert, weil nicht genügend Priester und Diakone zum Austeilen da sind.
Die möglichst allsonntägliche Gelegenheit zu Kommunion für Hauskranke ist nur eine Frage der Organisation. Selbst die Praxis, Kranken die Kommunion durch Angehörige oder Nachbarn bringen zu lassen, kann sich auf die Erlaubnis stützen, dass der Priester bei entsprechendem Bedarf im Einzelfall eine geeignete Person mit der Hilfe beim Austeilen beauftragen darf. Selbstverständlich soll dies nicht ohne Vorbereitung der betreffenden Person und der Gemeinde als Ganzer geschehen. Wer diesen Dienst tut, muss in der Lage sein, im Haus der Kranken einen kleinen Gottesdienst zu leiten.
Das notwendige „Material" für den Dienst der Krankenkommunion – also entsprechende Gefässe und Texte – sollte in jeder Gemeinde zum Ausleihen in ausreichender Zahl zur Verfügung stehen.
In der Regel wird in Seniorenheimen, in denen katholische Gläubige leben, die früher regelmässig am Sonntagsgottesdienst teilgenommen haben und das jetzt nicht mehr können, regelmässig eine einfache Wort-Gottes-Feier mit Kommunionausteilung gehalten.

 

Eduard Nagel (11.12.2013)