Hintergrund

Kirche sein im Feiern und Verstehen

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Kirche sein im Feiern und Verstehen

farbe gruen thumbFarben: grün

Im grünen Bereich

Nach Pfingsten sind wir liturgisch wieder im grünen Bereich. Der grüne Bereich ist ursprünglich das grüne Feld von Messgeräten. Es zeigt den Normalbereich an zwischen den Ausreissern zu den Grenzwerten: Grün steht für den positiven, unproblematischen Zustand – Rot ist Warnsignal. Wenn wir im Gottesdienst nach der Weihnachts- und Osterzeit wieder in den grünen Bereich treten, weichen die liturgischen Gewänder von Rot oder Weiss dem Grün. Wir kehren nach den Hoch-Zeiten, in denen das liturgische Farb-Barometer weit ausschlägt, zurück in die Zeit im Jahreskreis.

Unsere liturgische Normal-Farbe Grün ist jedoch nicht Hinweis auf Alltag und Langeweile. In der Antike wurde auch diese Farbe aus dem kostbaren Sekret der Purpurschnecke gewonnen. Gerade im Frühjahr weckt die Farbe eine positive Stimmung: Leben, Wachstum, Wärme und von daher Hoffnung und Zuversicht. Im Herbst, wenn die natürlichen Farben um uns herum ins Gelbe, Rote oder Braune wechseln, bleibt die Liturgie beim Grün. Die Ausschläge auf dem liturgischen Farb-Barometer berühren sich also nicht immer mit dem Rhythmus der Natur auf der Nordhalbkugel. Vielmehr bleiben Hoffnung und Zuversicht der Grundton der Liturgie. Und die Ausschläge ins Weisse oder Violett-Rote dienen nicht als Warnung, sondern markieren den Bereich noch grösserer Freude.

Gunda Brüske

 

Facts

"Grün: für Stundengebet und Mssfeier in der Zeit im Jahreskreis."

Allgemeine Einführung in das Römische Messbuch (1975) Nr. 308c

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