Musik

Kirche sein in symphonischer Gemeinschaft

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Kirche sein in symphonischer Gemeinschaft

kirchenmusikkongress thumbZwischen Tradition und Säkularisierung

Im Abschlussreferat des Kirchenmusik Kongresses Luzern 2005 beleuchtet Prof. Dr. Alois Koch die Ursachen der Spannungsfelder zwischen Religion und Kunst, Musik und Liturgie.

Inhalt:

  1. Überlegungen zum Sakralitätsbegriff in der Musik, dies in einem kurzen historischen Abriss
  2. Einige Reflexionen zum Anspruch auf Spiritualität in der Kunst seit dem 19. Jahrhundert
  3. Kirchenmusik und Trivialität – der Versuch, die gesellschaftliche Wechselwirkung in Liturgie und Kunst zu skizzieren
  4. Entwicklungen seit dem Vaticanum II – vier Positionen heute

"Uns allen ist klar, dass nicht erst die christlichen Kirchen in einem Spannungsfeld zur Musik standen, insbesondere zur Musik in der Liturgie, zur Kirchenmusik. Dieses Spannungsfeld liegt im Wesen der Kunst, aber auch in jenem der Religion
begründet: Beide erfassen den Menschen ganzheitlich, beide sind mit dem Streben des Menschen nach transzendentaler Erfahrung verbunden und beide haben wohl verwandte, wenn nicht gar gemeinsame Wurzeln. So steht die Musik im religiösen
Kontext oftmals zwischen den Fronten, ist selten vorbehaltlos integriert, sondern wird meist mit einer gewissen Skepsis betrachtet wenn nicht gar abgelehnt, war es doch nie so ganz sicher, ob sie von Gott oder vom Teufel stamme, und wenn von Gott, ob mit der Fähigkeit, den Menschen zum Guten oder zum Bösen zu bewegen. Dieses ambivalente Verhalten äussert sich deutlich in den Confessiones des Kirchenlehrers Augustinus, zeigt sich z.B. aber auch im Verhalten der drei grossen Reformatoren Luther, Zwingli und Calvin."

(aus der Einführung des Referates "Zwischen Tradition und Säkularisierung" von Prof. Dr. Alois Koch)

Referat "Zwischen Tradition und Säkularisierung" von Prof. Dr. Alois Koch

(Stand: 21.05.2015)

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